Der Lauf

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Virtueller Schlosslauf lockte in die Natur

Der virtuelle Schlosslauf vom Donnerstag, 15. Oktober bis Sonntag, 18. Oktober motivierte zahlreiche Laufbegeisterte, sich die Laufschuhe zu schnüren. Auch die schnellen Einheimischen liessen sich in die Rangliste eintragen.

Um keine epidemiologischen Risiken einzugehen, verzichtete der LC Rapperswil-Jona auf eine reguläre Durchführung des traditionellen Schlosslaufs und stieg auf eine virtuelle Form um. Vom 15. bis 18. Oktober hatten Läuferinnen und Läufer die Gelegenheit, sich online über 5 km und 10 km, sowie 1 km (Nachwuchs) mit Gleichgesinnten zu messen.

Jederzeit, überall, kostenlos

Die Aufzeichnung erfolgte unterwegs über die App „viRACE“ via Smartphone oder GPS-Uhr. Der Vorteil: Jede und Jeder konnte orts- und innerhalb der drei Tage zeitunabhängig und kostenlos teilnehmen. Dies führte dazu, dass sogar Läuferinnen und Läufer im Ausland am Schlosslauf teilnahmen. So lief mit Ulises Sanguinetti ein Argentinier die 10 km am schnellsten (30:55 Minuten). Gleich dahinter folgte der in Rapperswil wohnhafte Marathon-Spezialist Armin Flückiger in 31:37 Minuten. Ausserordentlich an seiner Leistung: Es handelt sich dabei um die 10-km-Durchgangszeit bei seinem Start an der Halbmarathon-SM in Belp, wo er in 1:08:29 Stunden Zwölfter wurde. Über 5 km stellte der Winterthurer Tom Roethenbaugh die Bestzeit auf (15:41 Minuten). Aufgrund der unterschiedlichen und selbstgewählten Streckenführungen sind sämtliche Laufzeiten mit Vorsicht zu geniessen.

Für den OK-Präsidenten Armin Stucki war die virtuelle Form des Laufs eine würdige Alternative zur klassischen Form. "Die fast 300 Teilnehmenden sind ein voller Erfolg", so Stucki. "Es ist ein tolles Zeichen dafür, dass es uns gelang, die Leute zu bewegen. Zudem konnten wir unseren trotz Pandemie grosszügigen Sponsoren mit dieser Plattform etwas zurückgeben. Das war uns wichtig." Unter allen Teilnehmenden werden in den nächsten Tagen 40 50-Franken-Gutscheine für das Einkaufszentrum Sonnenhof und Tower Sports Rapperswil ausgelost.

10 km mit Start auf dem Sofa

Wie schon 2019 bot der Schlosslauf in Zusammenarbeit mit Tower Sports Rapperswil in den 12 Wochen vor der Veranstaltung Trainings für Laufeinsteiger und Fortgeschrittene an. Unter dem Motto "Vom Sofa zum Schlosslauf" wurden rund 20 Läuferinnen und Läufer auf ihren Einsatz über 10 km vorbereitet.

Eine unter ihnen war die Rapperswil-Jonerin Rahel Schäfer. Die 30-Jährige hatte bereits 2019 die Übungseinheiten besucht und konnte sich nun über 10 km im Vergleich zum Vorjahr gleich um zwei Minuten steigern. Entsprechend gross war ihre Freude darüber. "Als Gelegenheitssportlerin laufe ich regelmässig alleine, doch erst die "Laufgspändli" und Freundschaften in den mit Herzblut gestalteten Trainings des LCRJ sind Motivation pur", erzählt sie. "Dabei selbst zu wachsen, Neues zu lernen und sich zu verbessern ist ein grossartiges Gefühl. Ich freue mich bereits aufs nächste Jahr."

Gross ist die Hoffnung, dass dann wieder unter normalen Umständen gestartet werden kann. Der Schlosslauf 2021 findet voraussichtlich am 24. Oktober statt. "Nach einer kurzen Verschnaufpause werden wir uns gegen Ende Jahr mit viel Elan an die Arbeit für 2021 machen", sagt OK-Präsident Stucki.

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